HISTORIE 4/24

„Au Mann - das erste, was mir dazu einfällt: Ich muss mir einen Superdraht zur Technik stricken, denn diejenigen, die diese Sendungen fahren, bekommen Stress!“ „Ach ja, das hab ich vergessen: in der Erstsendung, am Montagabend, haben wir ja auch noch einen Kurzdurchlauf gegen Schluss der Sendezeit - da müssen Sie noch einmal Titel, Interpreten und Startnummern anreißen!“ „Also ... da werde ich dem Techniker sagen, er soll das Mikorophon die ganze Zeit lang auf lassen, das geht ja gar nicht anders! Kann ich denn auch mal ein bisschen ironisch werden, manche Texte sind ja so, dass sich die Schuhsohlen kräuseln ... Oder können wir auch mal ernste Themen ansprechen, ohne mit den Redaktionen Politik und Zeitgeschehen zu kollidieren, ich meine Themen, die sich aus Song-Texten, aus bestimmten Schallplattenproduktionen - oder vielleicht auch aus der Hörerpost ergeben?“ „Ja, natürlich, deshalb will ich ja irgendwann ein sogenanntes Derby-Intermezzo ,Zwischen den Rennen’ platzieren, damit sich die Sendung nicht so schnell totläuft - dort können wir dann Hörerwünsche erfüllen, interessante Langspielplatten vorstellen oder Aufnahmen, die für einen Start im Derby nicht geeignet sind.“ „Na gut, alles klar - ich bin zu derlei Schandtaten bereit, aber - das Zweite, was mir einfällt, sind die Hörer in Mitteldeutschland, die müssten wohl ihre Post am Dienstag, spätestens Mittwoch auf den Weg bringen ... die kommt ja mit einer gewissen Zeitverzögerung an! Alles andere ... mit dem Chef der Sendeleitung und dem Chefsprecher, Dienstpläne etc. - das muss hausintern geklärt werden, da habe ich keine Aktien drin!“ „Da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, das läuft über uns, über die Unterhaltungsabteilung und die Kulturdirektion!“ „Na denn - auf gute Zusammenarbeit, mal sehen, was die alten Preußen so stemmen können!“

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